Kühlschmierstoff

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Kühlschmierstoffe in der metallverarbeitenden Industrie

Kühlschmierstoffe werden in vielen Industriezweigen eingesetzt, insbesondere in der metallverarbeitenden Industrie sind sie für viele Produktionsprozesse unverzichtbar.
Sie dienen zum einen als Kühlmittel, indem sie die beim Arbeitsprozess entstehende Wärme ableiten, zum anderen als Schmiermittel zur Reduzierung der Reibung zwischen Werkstück und Werkzeug. Grundsätzlich wird zwischen wassermischbaren Kühlschmierstoffen, die dem Ansetzwasser zugegeben werden (Überflutungsschmierung), und nicht wassermischbaren Kühlschmierstoffen unterschieden.

Die wichtigsten EInsatzverfahren

Wassermischbare Kühlschmierstoffe in der Überflutungsschmierung

Überflutungsschmierung wird im Allgemeinen für Arbeiten wie Bohren, Drehen oder Schleifen von Metallen verwendet. Dazu werden dem Ansetzwasser wassermischbare Kühlschmierstoffe zugegeben und über einen Kühlschmierstoffkreislauf zur Verarbeitungsstelle geleitet, die während des Arbeitsprozesses großzügig überflutet wird. Dadurch werden auch alle entstehende Späne gleichzeitig ausgespült. Das Kühlmittel wird gereinigt und über ein Filtersystem zurückgeführt.

Kühlschmiermittel, die im Minimalschmierung nicht mit Wasser mischbar sind

Alternativ wird die so genannte Minimalschmierung angewandt. Bei diesem Verfahren werden kleine Mengen an Kühlschmierstoff manuell oder über ein Dosiersystem direkt zwischen Werkstück und Werkzeug eingesetzt. Die Minimalschmierung mit nicht wassermischbaren Kühlschmierstoffen wird für verschiedene Arbeiten, wie z.B. Passbohrungen, etc. verwendet.

Die Anforderungen des Arbeitsprozesses bestimmen die Wahl des Einsatzsverfahrens und des Kühlschmierstoffs.

Die Zusammensetzung von Kühlschmiermittel Inhaltsstoffen

Kühlschmiermittel sind komplexe Kohlenwasserstoffgemische, die je nach Hersteller und Verwendungszweck auch andere Komponenten, wie beispielsweise verschiedene Additive, enthalten können. Es muss immer ein für das zu verarbeitende Metall geeigneter Kühlschmiermittel ausgewählt werden. Die Produkte haben in der Regel einen pH-Wert zwischen 8,5 und 12, grundsätzlich gilt: Je höher das zu verarbeitende Metall, desto höher muss der pH-Wert sein. Wasservermischbare und nicht wasservermischbare Kühlschmiermittel unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung.

Wassermischbare Kühlschmiermittel

Wasservermischbare Kühlschmiermittel sind als Konzentrat zum Mischen mit Wasser oder als fertige Emulsion erhältlich. Als Basis dienen Mineralöl, Pflanzen- oder Syntheseöl und Emulgatoren. Darüber hinaus enthalten die einzelnen Produkte verschiedene Additive, wie z.B. Esterole zur Verstärkung der Schmierwirkung, Korrosionsinhibitoren, Entschäumer oder Desinfektionsmittel.

Nicht wassermischbare Kühlschmiermittel für die nicht wassermischbare Kühlung

Diese Produkte basieren auf verschiedenen Ölen wie Mineralölen, synthetischen Ölen, Esterölen, Hydrierölen oder Polyalphaolefinen. Darüber hinaus enthalten die meisten Produkte verschiedene Additive wie Schwefel oder Phosphor zur Leistungssteigerung sowie Korrosionsschutzmittel, Entschäumer und andere Additive.

Hinweise und Schutzmaßnahmen

Kältemittelschmiermittel stellen ein Risiko für Gesundheit und Umwelt dar. Aus diesem Grund gelten besondere, gesetzlich vorgeschriebene Schutzmaßnahmen. Da sich Kühlschmiermittel insbesondere bei Überflutungsschmierung auch in der Luft ansammeln können, müssen geeignete Filtersysteme eingesetzt werden. Auch die fachgerechte Entsorgung durch Fachfirmen muss nachgewiesen werden.

Ein weiteres Problem, insbesondere bei wassermischbaren Kühlschmiermittel, ist die Gefahr einer Pilz- oder Bakterienbelastung, die nicht nur zu gesundheitlichen Problemen für die Arbeiter, sondern auch zu Schäden am Kühlschmiermittelkreislauf führen kann.

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